„Wirtschaftsperspektiven besser als gedacht“

gfw hilft bei Transformation in digitale, nachhaltige Zukunft

Die Perspektiven der Wirtschaft im Kreis Warendorf sind zum Jahreswechsel nicht so schlecht, wie
man es in Pandemiezeiten mit dem zweiten Abschalten des öffentlichen Lebens erwarten könnte.
„Auch bei uns hat Corona das Wirtschaftsleben 2020 geprägt, und so wird es auch Anfang des neuen
Jahres sein“, sagt Petra Michalczak-Hülsmann. Die Geschäftsführerin der kommunalen Gesellschaft
für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf (gfw) sieht trotz aller Schwierigkeiten zwei positive
Signale: „Der Arbeitsmarkt zeigt sich erfreulicherweise robust. Wir haben weder Insolvenzwellen
noch Massenentlassungen erlebt.“
2021 dürften sich viele Unternehmen dank ihrer Eigenkapitalstärke schneller erholen können als
gedacht, auch wenn der aktuelle Lockdown Unternehmen erneut Bedrohungen bringe. Bisher habe
die Wirtschaft im Kreis Warendorf die Krise alles in allem gemeistert. „Hoffentlich erleben wir 2021
keine bösen Überraschungen. Der Strukturwandel der Wirtschaft wird sich aber beschleunigen“, so
Petra Michalczak-Hülsmann.
Handwerk und Industrie schlagen sich nach Einschätzung der gfw ganz gut. Sorgen machen vor allem
die Gastronomie, Eventlocations und auch der Einzelhandel. Bei Liquiditätsengpässen hat die gfw
allein im vergangenen halben Jahr mehr als 50 Unternehmen beraten. „Bei vielen Firmen kommen
die Hilfs- und Rettungsgelder der öffentlichen Hand nicht schnell genug an.“ Etliche suchen nach den
Worten der gfw-Geschäftsführerin nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Partner, mit
denen sie über eine Strategie aus der Krise sprechen können. „Es ist ein guter Zeitpunkt, innovative
Ideen etwa bei der Digitalisierung aufzugreifen und umzusetzen.“
Für Gründungswillige könnte jetzt die Zeit reif sein, den Schritt in die Selbständigkeit zu tun. Das
Spektrum der Gründungsideen reicht von Handwerk über Online-Handel, EngineeringDienstleistungen oder Pflege bis zu IT-Geschäftsmodellen. „Heute gibt es mehr Gründungen um
Hochschulen, die sich häufig auf digitale Geschäftsmodelle oder Technologie konzentrieren. Die Zahl
der Gründer in wichtigen Zukunftsbereichen nimmt zu“, so Michalczak-Hülsmann. Genau hier setze
die gfw den Hebel an mit Beratung und Stipendienvermittlung für Firmengründer,
Innovationsförderung oder ganz besonderen Angeboten für Jugendliche vor deren Eintritt in die
berufliche Ausbildung und Arbeitswelt.„2021 muss für uns alle ein Jahr neuer Erfolge werden“, so Michalczak-Hülsmann. Mittelständler
seien in dieser Krise im Durchschnitt sehr gut kapitalisiert. Notleidende Kredite sollen nach Auskunft
Branchenauskunft 2020 sogar zurückgegangen und die Zahlungsmoral gestiegen sein. „Hier helfen
staatliche Ausgleichsgarantien, viele Beratungsangebote und auch die Bereitschaft lokaler
Kreditinstitute, ihren Kunden in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen“, sagt Petra MichalczakHülsmann und fügt hinzu: „Wir alle helfen bei der Transformation in eine digitale, nachhaltige
Zukunft.“

Quelle : Ludger Baumeister

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