Wahl zum Bürgermeister der Stadt Ahlen

Wird die Frage Abriss oder Erhalt des Rathauses eine entscheidende Bedeutung bei der Wahl des Bürgermeisters in der Wersestadt spielen? Alle demokratischen Möglichkeiten wurden ausgeschöpft; Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung haben sich klar für den Abriss des stadtprägenden Gebäudes entschieden. Trotzdem scheint dieses Thema immer noch unterschwellig eine große Bedeutung zu besitzen, zumal Vertreter der Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Rathauses eingesetzt haben, sich jetzt sogar um Mandate für den Rat der Stadt Ahlen bewerben. Dr. Alexander Berger, der nun seine 1. Amtszeit hinter sich gebracht hat und liebend gerne eine zweite anhängen möchte, sowie Heinrich Artmann und Hermann Huerkamp bewerben sich um das Amt des 1. Mannes in Ahlen. Wir haben für Sie Informationen der Kandidaten gesammelt und zusammengefasst. Machen Sie sich ein Bild Ihrer Kandidaten, um so dann den Ihre Meinung richtigen Bewerber zu unterstützen.


Heinrich Artmann geb. 10.11.1959 (in Metelen) 60 Jahre alt römisch katholisch meine Eltern betrieben einen Kohlenhandel in Metelen wohnhaft in Ahlen in Westfalen seit 1994 verheiratet, 1 erwachsene Tochter (25 Jahre alt) Realschulabschluss in Burgsteinfurt Abitur in Ochtrup 15 monatliger Grundwehrdienst in Rheine

Maschinenbauingenieur (Studium an der Ruhr-Uni-Bochum) Beruflich war ich Projekt und Vertriebsingenieur, geschäftsführender Gesellschafter eines Bau- und Dienstleistungsunternehmens in Hamm-Uentrop und habe ein Ingenieurbüro in Bielefeld aufgebaut und bis zum Verkauf geleitet Ich bin Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Ahlen und Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke Ahlen Ich bin Mitglied bei Eintracht Dolberg und im Schützenverein Dolberg Warum ich für das Amt des Bürgermeisters in Ahlen kandidiere: Ich möchte, den „Freien Wählern“ mehr Gehör verschaffen. Aufmerksamkeit erreichen kann man als kleinere Gruppierung aber nur, wenn man auch breit ist, an vorderster Stelle Verantwortung zu übernehmen. Die Verwaltung muss effektiv und klar geführt werden. Eine Stadt wie Ahlen benötigt mindestens 2 Dezernenten. 1 Jahr ohne Chef der Bauverwaltung ist nicht tolerabel. Integration und soziale Förderung, um eigenverantwortliches Leben zu ermöglichen, ist für die Zukunft Ahlens entscheidend. Diese Förderung und deren Kontrolle muss ebenso stark in die Verantwortung eines Dezernenten kommen. Ahlen ist eine Stadt, die mit ihren erfolgreichen Unternehmen und ihrem vielfältigen bürgerlichen Engagement liebenswert ist. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf die städtischen Finanzen müssen daher so abgefedert werden, dass niemand über Gebühr belastet wird. Als Bürgermeister werde ich einen Beirat mit Experten oder Honoratioren einberufen, um einen unabhängigen Blick auf die Verwaltung zu bekommen aber auch um frische Ideen von außen aufnehmen zu können.

Wahl zum Bürgermeister der Stadt Warendorf

Wenn nicht in Warendorf, wo ansonsten in Deutschland, kann man sich bei der Beschreibung von Sachverhalten der Reitersprache bedienen. Drei Akteure sind angetreten, um in Warendorf am 13. September 2020 den Großen Preis der Stadt Warendorf zu gewinnen. Ins Rennen gehen Axel Linke, mit dem Vorteil des Amtsbonus, sowie seine beiden Herausforderer Peter Horstmann und Peter Huerkamp. Beide Herausforderer verfügen über Warendorfer Stallgeruch, denn beide sind in Warendorf bzw. in Hoetmar groß geworden. Vieles deutet darauf hin, dass es mit einem 1. Durchgang nicht getan sein wird, sondern es am 27. September 2020 ein Stechen um den finalen Endsieg geben wird. Schauen Sie in die Informationen, die Ihnen die Kandidaten in den Interviews geben. Hoffentlich eine Hilfe für die nicht einfache Entscheidung am 13. oder vielleicht auch erst am 27. September 2020.

 

Peter Horstmann

aktuelle berufliche Situation Verwaltungsjurist: Regierungsrat bei der Bezirksregierung Münster in Warendorf lebend seit der Geburt – dann 14 Jahre im Rahmen von Zivildienst, Studium und Beruf in verschiedenen Städten lebend – und jetzt wieder zurück in Warendorf Partei Unabhängig, aber unterstützt von SPD, Grünen, FWG, Linkspartei und der PARTEI Warum sollen die Warendorfer Sie zum Bürgermeister ihrer Stadt wählen? Mit mir bekommt Warendorf einen unabhängigen Bürgermeister, der losgelöst von Parteiinteressen das Wohl aller Warendorfer im Auge hat. Ich werde mich für mehr und echte Bürgerbeteiligung, Klimaneutralität und moderne Mobilitätskonzepte (ohne B64n) einsetzen. Eine möglichst barrierefreie und seniorengerechte, kinder- und familienfreundliche Stadt ist mein Ziel. Ich möchte, dass die Ortsteile lebendig bleiben und die Chance erhalten, mit Augenmaß zu wachsen, um Platz für die eigenen Dorfkinder und die örtlichen Gewerbe zu schaffen.


Interview Bürgermeister Axel Linke

 

Welche Gründe haben dazu geführt, dass Sie sich ein weiteres Mal um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Warendorf bewerben? Die Frage beantworte ich mit einer Gegenfrage: „Warum sollte ich nicht noch einmal für das Amt des Bürgermeisters antreten?“ Fünf Jahre sind einfach zu wenig, um all die Projekte, die ich in dieser Amtszeit angestoßen habe, zu Ende zu bringen. Wir sind dabei auf einem guten Weg und wollen das in den nächsten fünf Jahren zu Ende bringen. Wie bewerten Sie aus Ihrer Sicht den Verlauf Ihrer ersten Amtsperiode? Fühlen Sie sich als „Quereinsteiger“ in Warendorf schon angekommen? Bei meiner Wahl zum Bürgermeister war der Rat unserer Stadt bereits ein Jahr im Amt. Rückblickend kann ich aber sagen, dass mir der Einstieg in meine Arbeit auch dank meiner überregionalen Netzwerke in Düsseldorf und Berlin gut gelungen ist. Auch privat fühle ich mich mit meiner Frau und unseren drei Kindern in Warendorf sehr wohl. Warendorf ist unsere Heimat geworden. Wie ist aus Ihrer Sicht das Krisenmanagement in der Corona-Zeit gelungen, insbesondere nach dem zweiten durch die Fa. Tönnies verursachten Lockdown? Können Sie den öffentlichen Missmut der Bürgerinnen und Bürger verstehen, wenn die Firma tatsächlich Anträge auf Lohnkostenerstattung stellt? Deutschland ist wie kein anderes hochentwickeltes Industrieland unglaublich gut durch die 1. Phase der Corona-Pandemie gekommen. Auch die Wirtschaft hat von staatlicher Seite in vielfältiger Weise Unterstützung erhalten, die in anderen Staaten nicht gewährt worden ist. Meinen Mitarbeitern in der Stadtverwaltung – insbesondere im Bereich des Ordnungsamtes – kann ich nur ein ganz großes Lob aussprechen, wie sie mit dieser schwierigen Situation fertig geworden sind. Dazu beigetragen haben aber auch die Warendorfer Bürgerinnen und Bürgern, die sich fast durchweg sehr diszipliniert gezeigt und die staatlichen Vorgaben sehr gut umgesetzt haben. Die Fa. Tönnies hat der Stadt Warendorf sehr großen Schaden zugefügt. Der 2. Lockdown hat uns hier in Warendorf völlig ungerechtfertigt getroffen. Wir leben in einer Demokratie und wenn es für die Fa. Tönnies einen Rechtsanspruch auf Lohnkostenerstattung gibt, muss der Staat sie gewähren. Als Bürger kann ich für dieses Verhalten allerdings kein Verständnis aufbringen. Aufgrund Corona wird die Stadt Warendorf wie viele andere Kommunen auch erhebliche Ausfälle auf der Einnahmenseite (Gewerbesteuer) zu erwarten haben. Wie wollen Sie diesem Problem begegnen? Ich bin guter Dinge, dass wir die finanzielle Situation mit den Gewerbesteuerausfällen – auch Dank der Unterstützung des Landes – in den Griff bekommen werden. Eine 2. Welle mit den entsprechenden Auswirkungen wäre nicht nur für uns als Kommune, sondern auch für viele gewerbliche Unternehmen, nicht mehr zu kompensieren. Warum sollen die Warendorfer Sie erneut zum Bürgermeister ihrer Stadt wählen? Ich will Warendorf zukunftssicher machen und lebenswert machen. Wir müssen so attraktiv werden, dass die, die Warendorf für Studium und Berufsausbildung verlassen haben, gerne wieder in ihrer Heimatstadt sesshaft werden wollen. Herr Linke, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

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