Tomball – Stupino – Polanica Zdrój

Telgte auf internationalem Parkett

Dass eine Stadt von der Größe Telgtes (knapp 20.000 Einwohner) gleich mit drei Städten partnerschaftliche Beziehungen unterhält, ist sicherlich auch nicht alltäglich. Aber wenn man sich etwas näher mit den Menschen, mit der Stadt und deren Selbstverständnis befasst, ist dieser Umstand gar nicht mehr so ungewöhnlich, wie es sich auf dem ersten Blick darstellt. Und dass bei den drei Städten zwei dabei sind, die sich in den USA und Russland befinden, rundet das ganze Bild dann auch ein wenig ab. Die Stadt Polanica Zdrój, im Land unseres östlichen Nachbarn Polen gelegen, könnte man schon fast als kleinen Bruder der beiden großen bezeichnen. Alle drei Städtepartnerschaften sind das Ergebnis persönlicher Beziehungen; sie sind großem persönlichem Engagement Telgter Bürgerinnen und Bürgern sowie ehemaligen Telgtern zu verdanken, die mit diesen Partnerschaften die Chance sahen, nicht nur alte Wunden zu schließen, sondern auch Möglichkeiten – insbesondere für die Jugendlichen in den Orten – Menschen aus anderen Kulturen und Lebensräumen kennen zu lernen.

Tomball

Zwischen Tomball, einem kleinen Städtchen mit ca. 7.000 Einwohnern im Bundesstaat Texas nordwestlich von Houston gelegen, und Telgte liegen Luftlinie 8.250 Kilometer Entfernung. Eine ehemalige Telgter Bürgerin, die seit einigen Jahren schon in Tomball lebte, warb in ihrer alten Heimatstadt dafür, persönliche Verbindungen zwischen Land und Leuten herzustellen. Aus ersten persönlichen Verbindungen wurde dann eine offizielle Partnerschaft, die im Rat der Stadt Telgte mit einem offiziellen Beschluss am 29.09.1999 besiegelt wurde. Neben vielfältigen Kontakten und Besuchen untereinander ist der alljährlich stattfindende Schüleraustausch eine der Säulen dieser Partnerschaft. 60 Telgter Jugendlichen wurden im Laufe der letzten Jahre so die Chance eingeräumt, ein ganzes Jahr in einer Gastfamilie in Tomball zu verbringen.

 Stupino

Nicht ganz so weit (2.016 Kilometer) von Telgte entfernt liegt die russischen Partnerstadt Stupino. Sie entstand 1939 gut 100 Kilometer südlich von Moskau als Wohnsiedlung für eine große Metallfabrik. Heute verfügen die fast 70.000 Einwohner Stupinos über eine ausgezeichnete Infrastruktur und das in unterschiedlichsten Bereichen. 6 Krankenhäuser und eine Vielzahl von Polykliniken bestimmen das Gesundheitswesen; im Bereich der Bildung verfügt Stupino über 2 Universitäten, 3 Hochschulen, 37 Schulen und 56 Kindergärten. Auch im Kultur- und Freizeitbereich bieten sich mannigfache Möglichkeiten. Nach ersten gegenseitigen Besuchen erhielten die partnerschaftlichen Beziehungen durch die Gründung eines Fördervereins einen weiteren gewaltigen Schub. Auch auf russischer Seite wurde ebenfalls ein Förderverein ins Leben gerufen. Am 28. Mai 1995, also ein paar Jahre vor Tomball wurde die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet, in der sich beide Städte zu einem friedlichen Miteinander und zu einer engen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Sport, Tourismus, Landwirtschaft und Gesundheit verpflichten. Ein weiteres Abkommen über die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zwischen den Hospitalgesellschaften der Mauritzer Franziskanerinnen und der Stadt Stupino ergänzte den Inhalt der Partnerschaftsurkunde.

 Polanica Zdrój

Wenn man die Entfernungen zu den beiden anderen Partnerstädten zum Vergleich hinzuzieht, liegt die dritte Partnerstadt Telgtes, die polnische Kurstadt Polanica Zdrój, fast in der unmittelbaren Nachbarschaft. 812 Kilometer müssen bewältigt werden, um die Stadt mit ihren 7.500 Einwohnern im Glatzer Bergland, die auf einer Höhe von etwa 410 Metern über dem Meeresspiegel liegt, zu erreichen. Auch hier waren erste persönliche Reisen, Besuche und Gegenbesuche die Basis für beide Kommunen, sich im Jahr 1995, auf eine Städtepartnerschaft einzulassen. Zu den Höhepunkten der freundschaftlichen Begegnungen zählten neben den zahlreichen Besuchergruppen in Telgte und Polanica Zdrój der Besuch des „Jungen Chores“ aus Polanica Zdrój in Telgte, die Olympiade der Freundschaft im Jahre 2004 sowie die Konzertreise des Philharmonischen Jugendblasorchesters des Telgter Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums im Jahre 2013 nach Polen. Vertieft werden sollen die partnerschaftlichen Beziehungen durch Schüleraustausche mit den weiterführenden Schulen und weiteren sportlicher Begegnungen mit den in Telgte heimischen Sportvereinen.

Telgte

Die Stadt Telgte zeigt sich selbstverständlich froh und dankbar dafür, dass sich bei allen drei Partnerschaften ehrenamtlich engagierte Menschen in Fördervereinen gefunden haben, die diese Verbundenheit mit tollen Aktionen unterstützen, weiterführen und weiterentwickeln. „Die Stadt Telgte gibt den Vereinen jedwede Unterstützung; sie ist zudem ständiges Mitglied in allen drei Vorständen und gewährt im Rahmen ihrer haushaltsrechtlichen Möglichkeiten auch finanzielle Unterstützung“, berichtet Marc-André Spliethoff, der in der Stadtverwaltung Ansprechpartner für die Städtepartnerschaften ist.

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