Theilmeier gewinnt den NRW-Ausbildungspreis 2020

Alle reden vom Fachkräftemangel. Der Alverskirchener Garten- und Landschaftsbauer Theilmeier tut etwas dagegen. Und zwar das Beste, was ein Betrieb tun kann: Er bildet aus. Und zwar nicht nebenbei und irgendwie, sondern mit Sinn, Herz und Verstand. Für ihr Engagement in der Ausbildung sind die Alverskirchener 2020 mit einem renommierten Preis ausgezeichnet worden. Theilmeier führt es vor: Leidenschaft für die Natur ist ansteckend.

Das gibt‘s in NRW nur einmal - und zwar in Alverskirchen

Einmal im Jahr verleiht der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW seinen Ausbildungspreis. Nur ein einziger Betrieb in Deutschlands bevölkerungsstärkstem Bundesland bekommt ihn. Für die Verbandsvorsitzenden ein Akt des Kopfzerbrechens, denn jedes Jahr liegen viele überzeugende Konzepte für die Ausbildung zum grünen Daumen vor. Der Suchscheinwerfer irrt durch die Lande, beleuchtet tolle Ideen und Ausbildungsorte, in denen die Verbandsfunktionäre am liebsten selber noch mal in die Ausbildung gehen würden. Schließlich bleibt der Scheinwerfer auf einem Fleck stehen. Und plötzlich lag der Fokus auf Alverskirchen. Die Theilmeiers können es immer noch nicht fassen. Aber insgeheim wissen sie, dass sie diesen Preis verdient haben.

Freiraum zum Lernen

Edgar Theilmeier, Inhaber des Alverskirchener GaLa-Betriebs in zweiter Generation, blickt auf fast fünf Jahrzehnte Ausbildung zurück. „1972 startete unser Unternehmen den ersten Ausbildungsgang. Seither haben wir eine ganze Heerschar von Garten- und Landschaftsbauexperten in die Welt entlassen. Und ich glaube, die meisten erinnern sich gerne an ihre Zeit bei uns zurück.“ Selbstverantwortung und Gemeinsamkeit. Diese beiden Konzepte haben sich die Theilmeiers von Anfang an in ihren goldenen Ausbildungsleitfaden geschrieben. Edgar Theilmeier: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre, sagen manche. Damit meinen sie: Der Azubi ist anfangs nichts wert, ich muss ihn formen. Das läuft bei uns anders. Wir geben unseren jungen Frauen und Männern von Anfang an Verantwortung. Sie dürfen sich ausprobieren, selbst Ideen entwickeln und gemeinsam schaffen. Sie lernen, sich zu engagieren und eigenständig zu arbeiten. Wir wollen, dass jeder GaLa-Bauer am Ende unserer Ausbildung seinen Beruf liebt.“
Vielfältige AZUBI-Projekte

Wie läuft das in Alverskirchen konkret? Jeder Ausbildungsjahrgang darf sich in Azubi-Projekten engagieren. Etwas Schönes, Sinnvolles Gestalt annehmen lassen in gemeinsamer Planung und Aufgabenteilung. Zum Beispiel jenen großen Themengarten auf dem Betriebsgelände zum 50-jährigen Betriebsjubiläum 2018. Oder - passend zu Corona - den großen Open-Air-Konferenztisch. Bei Theilmeier gibt es regelmäßige Azubirunden. Die Alverskirchener ermöglichen ihrem Nachwuchs neben internen, auch externen Fortbildungen sowie Auslandspraktika. Auch die Kosten für Vereins- und Lernportalbeiträge trägt der Betrieb. Jährlich nehmen die Theilmeier-Azubimannschaften am Landschaftsgärtner-Cup teil. Außerdem rühren die Ausbildungspreisträger ständig die Werbetrommel: für den Beruf, für das Garten- und Landschaftsbauer-Handwerk. Den ehrenvollen Titel des besten Ausbildungsbetriebs der Branche übt seine eigene Anziehungskraft aus und wird dabei helfen, auch dieses Jahr interessierte junge Frauen und Männer unter die Theilmeier-Fittiche zu holen. Nach allem, was man hört, dürfen wir ihnen dann zurufen: „Gratulation! Da habt ihr es richtig getroffen.“

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