Sturm, Schnee, Dauerfrost und Glatteis Ohne Versicherung kann´s teuer werden

Der Winter macht ernst: Sturmgefahr und Schneeverwehungen in weiten Teilen Deutschlands. Temperaturen rund um den Gefrierpunkt 

sorgen vielerorts für Frieren, Zähneklappern und Gefahren durch Frost. Ob geplatzte vereiste Rohrleitungen im Haus oder 

folgenschwere Ausrutscher durch Schneeglätte auf den Straßen: Ist das Risiko von Schäden und Unfällen nicht ausreichend abgesichert, 

kann der Winter im Klammergriff von Kälte teure Konsequenzen nach sich ziehen. „Zwar fängt die richtige Versicherungspolice in vielen 

Fällen den finanziellen Schaden auf, doch Hausbesitzer, Mieter und Verkehrsteilnehmer haben bestimmte Pflichten zu erfüllen, um 

Gefährdungen durch Eis und Schnee zu vermeiden“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Nachfolgend gibt sie einen Überblick über 

die wichtigsten Winterpflichten bei Kälte: 

 

  •  Wasserrohre absperren:Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus und kann auf diese Weise leicht Rohre sprengen. Noch

größer wird der Schaden, wenn aufgetautes Wasser aus den geplatzten Leitungen in die Wohnung fließt. In der Regel 

übernehmen Hausrat- und Wohngebäudeversicherung einen solchen Schaden – falls dieser spezielle Versicherungsschutz im 

Vertrag enthalten ist. Eine volle oder teilweise Übernahme der Kosten kann jedoch auch vom Versicherer verweigert werden, 

falls die Rohre nicht rechtzeitig entleert beziehungsweise abgesperrt oder die Wohnräume nicht ausreichend beheizt 

wurden. 

 

  • Gehwege von Eis und Schnee räumen: Bei den ersten dicken Flocken beginnt für Eigentümer auch der Winterdienst vor der

eigenen Haustür: Vereiste Flächen müssen gestreut, Gehwege und Zufahrten müssen nach einem Schneefall geräumt werden. 

Diesen Winterdienst haben Mieter zu übernehmen, falls dies im Mietvertrag so vereinbart wurde. Rutscht ein Passant auf eine 

vereisten oder schneebedeckten Weg aus und verletzt sich, können Schadenansprüche auf denjenigen zukommen, der die 

Streupflicht missachtet hat. Ohne Haftpflichtversicherung kann dies teuer werden. 

  • Bei Sturz versichert:

Wird Passanaten ein vorschriftsmäßig geräumter und gestreuter Gehweg dennoch zum Verhängnis, 

springt bei Verletzungen die gesetzliche Unfallversicherung ein – aber nur dann, wenn der sogenannte Wegeunfall auf dem 

unmittelbaren Weg zur Arbeit oder anschließend auf dem direkten Heimweg passiert ist. Auch für diesen und sonstige 

Ausrutscher mit schmerzhaften Folgen zahlt die private Unfallversicherung. Ist die eigene Arbeitskraft aufgrund eines 

Sturzes dauerhaft beeinträchtigt, ist dies ein Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Beide finanziellen 

Absicherungen greifen aber nur, wenn sie beizeiten abgeschlossen wurden. 

 

  • Sturmschäden am Haus sofort der Versicherung melden:Rütteln Windböen und Eisregen gehörig am Haus bietet die 

Gebäudeversicherung einen Schutz gegen Sturm, Hagel, Feuer und Brand. Eine solche Police sollten Hausbesitzer vorweisen 

können, wenn das Dach abgedeckt, der Schornstein beschädigt oder ein Baum aufs Haus gefallen ist. Wurden 

Hausratgegenstände zum Spielball des Wintersturms, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung abgedeckt. 

 

  • Dächer im Blick haben und prüfen: Halten die Dächer von Haus, Wintergarten oder Garage den Schneemassen nicht

stand, springt die Gebäudeversicherung hingegen nicht automatisch bei Schäden ein. Diese müssen Hausbesitzer mit 

einer Extra-Vereinbarung beziehungsweise einer zusätzlichen Police für Elementarschäden abgesichert haben, die auch für die 

Folgen von Naturkatastrophen wie Hochwasser, Erdbeben oder Lawinen zahlt. Werden Menschen durch rutschende 

Schneebretter oder herabfallende Eiszapfen von Dächern verletzt, kommt bei Einfamilienhäusern, in denen auch die Eigentümer 

wohnen, deren private Haftpflichtversicherung für Schäden auf, falls sie eine Mitverantwortung für den Unfall tragen. Bei vermieteten 

Gebäuden übernimmt die Grundbesitzerhaftpflicht entstandene Kosten. 

 

  • Winterreifen sind Pflicht:Wer derzeit noch mit Sommerbereifung fährt und bei einem Glätteunfall das eigen Versicherung

den Schaden abhängig vom Grad des eigene  Verschuldens – wenn überhaupt – nur geringfügig reguliert. 

Bei vielen Kaskotarifen verzichten Versicherer allerdings ausdrücklich darauf, Ausgleichszahlungen wegen grober 

Fahrlässigkeit zu verweigern. Wurde eine andere Person oder deren Fahrzeug geschädigt, regulieren die Versicherer den 

verursachten Haftpflichtschaden auch bei Missachtung der Winterreifenpflicht. 

 

Zum vorsorglichen Versicherungsschutz bei Unwetter und Kälte bieten die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW 

telefonisch oder per E-Mail Rat und Hilfe an. Details zu Kontaktdatender örtlichen Beratungsstellen finden Ratsuchende im Internet 

unter: www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen

 

Kurzauskünfte gibt es auch am Verbrauchertelefon donnerstags 

zwischen 10 und 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise 

variieren. 

 

Wissenswertes zum Versicherungsschutz bei Elementarschäden gibt’s ebenfalls online unter 

www.verbraucherzentrale.nrw/elementarschaeden 

 

 

 

Verbraucherzentrale NRW e.V.

Quelle : Verbraucherzentrale Ahlen

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