Simone Thieringer

TÖFTE MENSCH

„Wer im Bereich von Kultur und Tourismus arbeiten will, muss dafür nicht nur ein persönliches Interesse, sondern auch Herzblut mitbringen“, steht für Simone Thieringer außer Frage. Die gebürtige Tecklenburgerin arbeitet nun schon seit über zwanzig Jahren bei der Stadt Telgte verantwortlich in diesen Bereichen und kann von sich behaupten, dass sich ihr berufliches Handeln und ihre eigenen – nicht nur künstlerischen – Interessen gegenseitig befruchten. „Das eine geht fast nicht ohne das andere“, stellt sie fest und der Erfolg ihrer Arbeit in der „großartigen Kleinstadt Telgte“ gibt ihr für diese Feststellung mehr als nur Recht.

Anfänge in Kultur und Tourismus

In Tecklenburg fast vis à vis der Freilichtbühne groß geworden, lag es schon fast auf der Hand, dass Simone Thieringer die dortigen Aufführungen immer wieder besuchte. „Ich habe mich immer an den Darbietungen der Schauspieler erfreut. Besonders aber der Gedanke, etwas zu tun, was anderen, in diesem Fall den Zuhörern und Zuschauern, große Freude bereitet, hat mich schon damals fasziniert“, erinnert sie sich noch an die Anfänge ihrer künstlerischen Leidenschaft. Überdies war auch der erste Berührungspunkt in Sachen Tourismus sehr eng mit der Familie verbunden. „Tecklenburg wurde als Ausflugsziel entdeckt und der Bürgermeister suchte händeringend für die immer größer werdende Anzahl auswärtiger Besucher (besonders aus den Niederlanden) Unterbringungsmöglichkeiten. Meine Eltern entschlossen sich, ein „Fremdenzimmer“ einzurichten und Gäste aufzunehmen. Aus einem wurden bald drei Zimmer, “ erzählt sie und ergänzt noch mit dem Hinweis, dass sie seinerzeit schon immer bemüht war, den Gästen den Aufenthalt in Tecklenburg so angenehm wie möglich zu gestalten. Diesen Gedanken habe sie sich für ihre tägliche Arbeit bis heute zu Eigen gemacht.

Kultur in Telgte

Das kulturelle Leben in Telgte findet seinen Mittelpunkt im zentral in der Stadtmitte gelegenen Bürgerhaus. „An 300 von 365 Tagen pro Jahr findet dort eine irgendwie geartete Veranstaltung statt“, berichtet Simone Thieringer. Neben den 26 Veranstaltungen des Kulturbüros finden dort auch Vereine, Firmen aber auch private Nutzer den richtigen Rahmen für ihre Veranstaltung. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Nutzung seien aber auch die sehr gute Akustik und das künstlerische Umfeld des Bürgerhauses, das immer wieder von den Protagonisten und den oftmals aus Funk und Fernsehen bekannten Stars gelobt wird. Aktuell gäbe es 250 Abonnenten und eine Warteliste von weiteren 180 Interessenten für Veranstaltungen im Bürgerhaus. „Die Wartezeit auf ein Abonnement beträgt aktuell 29 Jahre“, klärt sie schmunzelnd auf und fügt noch hinzu, dass aber bei jeder Veranstaltung eine ausreichende Anzahl von Eintrittskarten in den freien Verkauf komme und nun auch online über ein Buchungssystem erworben werden könnten. „Ich denke, dass eine Kommune in der Größenordnung Telgtes ein Haus haben sollte, in das ein paar Leute mehr hineingehen können“, stellt Thieringer fest. 

Ausblick auf 2020

„Da muss ich noch ein wenig um Verständnis bitten, dass ich hier die Katze noch nicht aus dem Sack lassen kann. Erstens ist die Unterschrift unter vielen Verträge noch nicht trocken und zweitens muss gibt es interne Vorgaben, die es zu beachten gilt“, bitte sie um Verständnis und verspricht aber im Nachgang, dass es wieder ein paar Kracher geben werde. Hinweisen könne sie aber schon auf die Ausstellung der Altstadtmenschen, die in einer Anzahl von 51 Menschen an 19 unterschiedlichen Plätzen in Telgte zu sein werden. Dank gelte es hier den vielen Sponsoren zu sagen, insbesondere der Sparkasse Münsterland-Ost, die erst diese Wiederholung möglich gemacht habe. Veranstaltungen rund um die Alltagsmenschen werden diese Ausstellung ergänzen. Unter anderem wird es eine Tanzveranstaltung auf dem Marktplatz in Telgte mit dem Titel „Lady in Red“ geben, zu der alle Besucherinnen und Besucher in roten Kleidern erwartet werden.

Team

Auf 6 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 4 Gästeführer kann Simone Thieringer bauen, wenn es um die Planung, Vorbereitung und Umsetzung der vielen kulturellen Veranstaltungen und touristischen Angebote in Telgte geht. „Wir führen zwar seit 2009 das Qualitätssiegel Q – Servicequalität für Deutschland in der Stufe 1 –, doch ist das für uns kein Anlass, in unseren Bemühungen nachzulassen. Vielmehr ist es unsere oberste Maxime, den Besucherinnen und Besuchern oder den Telgter Bürgern bis zum Schluss das Gefühl zu vermitteln, dass er von uns in seinem Anliegen begleitet wird“, bringt sie zum Ausdruck und hebt noch einmal heraus, dass im Team alle Konzepte gemeinsam erarbeitet würden und jeder danach bestrebt sei, dass dieses Konzept zu 100% umgesetzt wird. Nur so sei erfolgreiche Arbeit möglich.

Ausgleich und Hobbys

Ihre besondere Leidenschaft gilt der Fotografie und dem Malen. Für Simone Thieringer ein perfekter Ausgleich zu ihren dienstlichen Tätigkeiten. „Aktuell lassen genau diese mir kaum Zeit, dass ich mich mit dem Fotografieren und der Malerei beschäftigen kann. Oftmals verlagern sich die dienstlichen Tätigkeiten bei der Vielzahl der Veranstaltungen in die Abendstunden oder an die Wochenenden“, berichtet sie schon ein wenig wehmütig. „Aber was vielleicht später mal kommen wird, vermag ich heute noch gar nicht zu sagen“ wagt sie schon mal einen vorsichtigen Blick in die Zukunft und hofft dabei, dass zu ihren Bildern, die zwischenzeitlich von Norderney bis München und von Philadelphia bis Paris zu finden sind, und den Fotos, die bereits mehrfach in Ausstellungen zu bestaunen waren, noch einige hinzukommen werden.

Drumherum

Von großer Bedeutung für ihre Arbeit und die ihrer Mannschaft sei die sehr große Unterstützung durch den Bürgermeister Wolfgang Pieper. „Veranstaltungen kosten Geld. Doch steht er den Anfragen und Konzepten immer sehr positiv gegenüber“, glaubt sie ohne Einschränkung sagen zu können. Zumal jedes Jahr das Ziel verfolgt werde, mit einer guten finanziellen Bilanz das Veranstaltungsjahr abzuschließen. Mit der Arbeit im Kultur- und Tourismusbereich versuche man, auswärtige Besucher für Telgte zu begeistern. Aber nur in dem Maße, dass sich Telgter Bürgerinnen und Bürger nicht überfordert fühlten. Zudem trage sie auch einen wesentlichen Teil dazu bei, dass sich die Telgterinnen und Telgter in ihrer Stadt wohlfühlen, und stelle - insbesondere für die Gastronomie in der Innenstadt Telgtes - einen Wirtschaftsfaktor bei.

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