PARTNERSTADT KIRCHBERG

die Stadt der sieben Hügel

Die Deutsche Wiedervereinigung mit dem Fall der Mauer im November 1989 gaben Politik und Verwaltung der Stadt Sendenhorst den letzten Anschub, über eine Partnerschaft mit einer Stadt aus der ehemaligen DDR nachzudenken, um so indirekt seinen Anteil zum Neubeginn in einem wiedervereinten Deutschland zu leisten. Familiäre Beziehungen des damaligen FDP-Ratsherrs Dieter Seiler ließen Kirchberg auf eine Liste rutschen, auf der noch weitere Städte aus der ehemaligen DDR zu finden waren. Um sich ein Bild von den Städten zu machen, statteten Vertreter der Stadt Sendenhorst allen Städten einen Besuch ab. Letztlich fiel die Wahl auf die Stadt Kirchberg und der Rat der Stadt Sendenhorst stimmte dem Antrag der SPD-Fraktion auf Abschluss einer Partnerschaft einstimmig zu. Zu der Zeit wurden in Nordrhein-Westfalen – so auch in Sendenhorst – die Gemeinden und Städte noch mit einer Doppelspitze geführt. In Sendenhorst waren dies Heinrich Wiegard als Stadtdirektor und Franz-Josef Reuscher als Bürgermeister. SPD und FDP hatten bei der Kommunalwahl die jahrelange Alleinherrschaft der CDU gebrochen und die Mehrheit im Rat der Stadt Sendenhorst übernommen.

Der Beginn einer Freundschaft

Am bundeseinheitlichen Feiertag, dem 03. Oktober 1990, durfte eine Sendenhorster Delegation mit den Herren Wiegard und Reuscher an der Spitze an einer Festsitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kirchberg teilnehmen. In dieser Sitzung wurde der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet und anschließend die Urkunden ausgetauscht. Franz-Josef Reuscher als Bürgermeister der Stadt Sendenhorst hob in seiner Dankesrede die gewaltfreie Revolution der Bürgerinnen und Bürger der DDR hervor und war sich sicher, dass dies eine gute Grundlage sei, eine Städtepartnerschaft miteinander einzugehen.

Städteprofil

Kirchberg ist eine Kleinstadt im Süden des Freistaates Sachsen im Landkreis Zwickau am Westrand des Erzgebirges. Eingebettet im Rödelbachtal wird es von sieben Bergen umgeben, die heute ein wesentliches städtisches Merkmal der Kleinstadt in der Nähe von Zwickau darstellen. Der Standort einer Kirche auf dem Bergbaugelände war der Ursprung für den späteren Städtenamen. Seit 1310 darf sie sich als „Stadt“ bezeichnen. Neben der Städtepartnerschaft mit der Stadt Sendenhorst unterhält Kirchberg noch weitere Partnerschaften. Eine mit der Stadt Groß-Umstadt (in der Nähe von Darmstadt) und eine weitere mit der französischen Stadt Houdain. Beider Partnerschaften wurden ebenfalls unmittelbar nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten abgeschlossen.

freundschaftliche Beziehungen

In den vergangenen gut 30 Jahren der Partnerschaft zwischen Sendenhorst und Kirchberg haben sich eine Vielzahl von Kontakten auf Vereinsebene, bei den Kirchen aber auch auf privater Ebene durch viele Besuche und Gegenbesuche in den beiden Städten ergeben. Darüber hinaus pflegen die beiden Feuerwehren eine sehr enge Freundschaft mit einem regelmäßigen jährlichen Austausch unter den Kameraden. Als Anerkennung für sein Wirken in der Freundschaft der Feuerwehren Sendenhorsts und Kirchbergs wurde dem Bürgermeister der Stadt Sendenhorst, Berthold Streffing, von der Kirchberger Bürgermeisterin, Dorothee Obst, die „Ehrenmedaille am Band für Verdienste im Feuerwehrwesen“ verliehen.

Sie selber spricht davon, dass sie mit Sendenhorst nicht nur durch die Partnerschaftsurkunde verbunden ist, sondern auch eine persönliche Freundschaft mit dem noch amtierenden Bürgermeister Berthold Streffing und seiner Ehefrau Renate im Laufe der letzten Jahre entstanden ist. „Es ist schön zu sehen, dass es eine lebendige Partnerschaft ist“, so die Kirchberger Bürgermeisterin Dorothee Obst.

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