Darmkrebs - Vorsorge ist der wichtigste Schritt zur Gesundheit

Im Gespräch mit Dr. Oliver Röttger von der Sertürner Apotheke in Everswinkel

Die Heilungschancen für Darmkrebs stehen gut. Der wichtigste Garant der erfolgreichen Therapie ist die Früherkennung. Darum kommt der Darmkrebsvorsorge eine so große Bedeutung zu. Dr. Oliver Röttger von der Everswinkeler Sertürner-Apotheke hat als ratgebender Pharmazeut und Gesundheitsexperte viele Gespräche mit Kunden geführt, die an Darmkrebs erkrankt sind und sich einer Therapie unterziehen. Als Ansprechpartner rund um alle medizinisch-pharmazeutischen Fragen weist er auf die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den Darmkrebs hin: Die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge.

Keine Angst vor der Vorsorgeuntersuchung

Darmkrebs meldet sich mit Symptomen, wenn die Krankheit bereits vorangeschritten ist. Darum sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen so wichtig. Dr. Oliver Röttger: "Das Risiko für Darmkrebs steigt jenseits der 50 mit jedem Jahr. Aber auch jüngere Menschen erkranken - vor allem, wenn eine familiäre Vorbelastung besteht." Die Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen stehen in keinem guten Ruf. Menschen, die hier einen Bogen um den Arzt machen, fürchten sich vor unangenehmen oder schmerzhaften Methoden. Dr. Oliver Röttger möchte mit diesen Vorurteilen aufräumen. Damit wäre aus seiner Erfahrung ein großer Schritt Richtung Gesundheitsfürsorge getan.

Stuhltest und Tastbefund

Eine routinemäßige Kontrolle im Rahmen der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung ist der Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Dr. Röttger: "Eine positive Stuhlprobe deutet auf Darmpolypen - Vorläufer des Darmkrebses - oder bereits aktiven Darmkrebs hin. Gewissheit kann im zweiten Untersuchungsschritt nur eine Darmspiegelung geben." Eine zweite einfache Kontrollmethode besteht in der Austastung des Mastdarms. Durch Tastbefund werden ein Viertel aller Darmtumoren entdeckt. Beide Methoden - Stuhlprobe und Tastuntersuchung - reichen für eine vollständige Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung nicht aus.

Die Darmspiegelung: Effizient und sanfter als ihr Ruf

"Damit wären wir bei der Koloskopie", sagt Dr. Oliver Röttger. "Viele Leute zucken zusammen, wenn sie das Wort Darmspiegelung hören. Das ist nicht nötig, denn diese wichtige Untersuchung dauert nur 20 bis 30 Minuten. Unter dem Einfluss eines beruhigenden, schläfrig machenden Medikaments spürt der Patient davon gar nichts." Die Darmspiegelung ist ein endoskopischer Eingriff, der die besten Diagnoseergebnisse bringt und dem Arzt gleichzeitig ermöglicht, Polypen oder Tumoren im Frühstadium zu entfernen. Auch Gewebeproben können so entnommen werden. Dr. Oliver Röttger versucht allen Kunden, die sich mit Fragen zur Koloskopie an ihn wenden, die Ängste zu nehmen. Aber: "Manchmal siegt die Furcht vor dem Eingriff über die Vernunft. Dann weise ich auf die Möglichkeit einer virtuellen Koloskopie hin. Hier werden CT- oder MRT-Aufnahmen des Bauchraums per Computer in ein individuelles 3D-Bild des Darms umgewandelt und untersucht. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für gesetzlich Versicherte allerdings nur in begründeten Einzelfällen."

Rat im Gespräch mit dem Apotheker

Der Apothekenarbeit kommt bei der Vorsorge und insbesondere der Therapie des Darmkrebses eine wichtige Rolle zu. Dr. Röttger: "Wir sehen uns als Bindeglied zwischen Onkologen und Patient. Es ist unser Anliegen, die Compliance - also die aktive Mitarbeit des Patienten gerade bei der ambulanten Krebstherapie - zu stärken. Auch, wenn Nebenwirkungen während der Therapie auftreten oder ein Stimmungstief den Patienten erreicht helfen wir auf kurzem Weg. Das geht nur durch Gespräch, Erklärung, Zuhören und ein dadurch entstehendes Vertrauen."

Quelle : Töfte Regionsmagazin

Zurück

Copyright 2020 Töfte Regionsmagazin | Erstellt mit Liebe zum Töfteland von 2P&M Werbeagentur.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Datenschutz Impressum