Brustkrebs-Früherkennung in Ahlen wieder in fester Bleibe

Ab Januar in der Karlstraße 3 an der Ecke Warendorfer Straße – Mammobil geht in Ruhestand

Ahlen/Kreis Warendorf – Der Einsatz gegen Brustkrebs und dessen Früherkennung hat in Ahlen eine gewisse Tradition. Vom neuen Jahr an hat das Mammographie-Screening für den Kreis Warendorf in der größten Kreisstadt wieder eine feste Bleibe, und zwar in der Karlstraße 3 an der Ecke Warendorfer Straße. Das auf dem Gebrüder-Kerkmann-Platz stehende Mammobil geht dann in den Ruhestand.

Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Dr. Alexander Berger unterstützten das Projekt und ließen sich Anfang 2021 von Prof. Dr. Walter Heindel über die Arbeit in Ahlen informieren, wo im Mammobil insgesamt sechs Personen unter Leitung der Ärztin Dr. Ingeborg Henseleit als spezialisiertes Fachpersonal gehörten, die das Mammographie-Screening hier seit vielen Jahren betreuen. „Jetzt freuen wir uns, wieder in eine feste Bleibe in Ahlen umzuziehen“, so Heindel als Programmverantwortlicher Arzt der Referenz-Screening-Einheit Münster-Nord/Warendorf, die den Standort Ahlen in Ergänzung der Einrichtung im Zentrum Münsters unterhält.

„Um den Frauen auch künftig ortsnah die Teilnahme zur Brustkrebs-Früherkennung zu ermöglichen, haben wir immer am Standort Ahlen festgehalten, auch übergangsweise“, so Heindel, der auch Leiter des Referenzzentrums Mammographie am Universitätsklinikum Münster für ganz Nordrhein-Westfalen und dort Direktor der Klinik für Radiologie ist. Er hatte schon vor einem Jahr erklärt, dass es in Ahlen auf Dauer nicht beim Provisorium bleiben, sondern wieder eine Hausadresse geben werde.

Die ist nun in erstklassiger Lage des ART Hotels gefunden. Parkplätze befinden sich gegenüber dem Gebäude, bis zum Bahnhof sind es fünf Gehminuten und mit Rollstuhl und Rollatoren geht es künftig barrierefrei zum Ahlener Mammographie-Screening. Die Vorbereitungen für die Eröffnung am 5. Januar laufen auf Hochtouren.

Wie im Kreis Warendorf werden in ganz Deutschland Frauen zwischen 50 und 69 Lebensjahren alle zwei Jahre zur Röntgenuntersuchung der Brust eingeladen – dem bekannten Mammographie-Screening. Denn jährlich erkranken bundesweit immer noch mehr als 75.000 Frauen neu an Brustkrebs. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko. 18.500 Frauen sterben jedes Jahr daran. In Deutschland wurde deshalb im Jahr 2005 überall das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening-Programm eingeführt, um die Sterblichkeit an Brustkrebs zu verringern. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Früherkennungsprogramms als Regelleistung.

„Aktuelle Daten belegen, dass das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, von Frauen, die zuvor mindestens zwei Mal regelmäßig am Screening teilgenommen haben, um 49 Prozent sinkt“, sagt Heindel.

Münster ist eins der fünf nationalen Mammographie-Referenzzentren in Deutschland. Es gibt 91 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten. In NRW sind es 22 Einheiten an 85 Standorten; Ahlen ist einer davon. Pro Screening-Runde nehmen im einwohnergrößten Bundesland mehr als 1,3 Mio. Frauen teil, was einer Teilnahmerate von 55 Prozent entspricht.

 

Prof. Dr. Walter Heindel, Dr. Ingeborg Henseleit und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (von links) präsentierten im „Brustkrebsmonat Oktober“ vor dem Rathaus die Rosa Schleife als Symbol der Brustkrebs-Früherkennung, die in Ahlen ab 2022 in der Karlstraße 3 wieder eine feste Bleibe hat.

Quelle : Ludger Baumeister Media Consulting

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